Eindexamen Duits vwo 2021, tijdvak 3: vragen en antwoorden
Alle vragen met het antwoord uit het correctievoorschrift. Opgaven: Tekst 1, Tekst 2 Der Trafikant, Tekst 3 Sind Sammler glücklichere Menschen?, Tekst 4 Individualistenplage, Tekst 5 Neuer Kleber, Tekst 6 Sollen die Deutschen in der EU mehr Einfluss, Tekst 7 Alle Männer sind schlechte Journalisten, Tekst 8 Das verlorene Gefühl, Tekst 9 Vom Ende der Einsamkeit, Tekst 10 Ripper-Tatorte in Gefahr.
Het centraal examen Duits vwo 2021, tijdvak 3 telt 41 vragen. Alle vragen vallen onder lezen. De opgaven en het correctievoorschrift staan op examenblad.nl. Met ToetsChecker maakt een klas het examen op papier en doet het AI-model per vraag een nakijkvoorstel met feedback, dat de docent controleert en vrijgeeft.
Onderwerpen in dit examen
Alle 41 vragen van dit examen vallen onder lezen. Bij dit vak toetst het centraal examen één vaardigheid; de verschillen zitten in de teksten en de vraagsoorten.
Opgaven en correctievoorschrift
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Vragen en antwoorden
Hieronder staan de opgaven en vragen van het examen Duits vwo 2021, tijdvak 3. Onder elke vraag klap je het antwoord uit het correctievoorschrift open. Probeer de vraag eerst zelf.
Tekst 1
______1______
Pandabären ernähren sich von Bambus, nehmen aber ähnlich viele Proteine auf wie Fleischfresser. Diesen scheinbaren Widerspruch haben Forscher um den chinesischen Zoologen Fuwen Wei entdeckt und aufgelöst. Die Experten zeigten, dass Pandas stets den proteinreichsten Teil der Pflanzen fressen und damit so viel Eiweiß zu sich nehmen wie Wildkatzen oder Wölfe. Entsprechend sieht es in ihrem Verdauungstrakt aus. Die Enzyme und die Darmflora sind die eines Fleischfressers. Auch ihre Muttermilch setzt sich entsprechend zusammen. Zähne und Schädel hingegen erinnern an Pflanzenfresser. Zudem haben Pandas einen Pseudodaumen, mit dem sie Stängel greifen können. Ursprünglich vertilgten sie wohl wie andere Bären überwiegend Fleisch, passten sich aber an das reiche Bambusangebot in ihrer Heimat an.
naar: Focus, 04.05.2019
VW-1004-a-b
Vraag 1 1 punt
Welcher Titel passt in die Lücke?
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Antwoord: D
Tekst 2 Der Trafikant
Het volgende fragment komt uit de roman Der Trafikant van Robert Seethaler. Het speelt zich af in de dertiger jaren van de vorige eeuw in een Weense ‘Trafik’ (een kranten- en tabakswinkel). Eigenaar Otto Trsnjek en leerlingverkoper Franz ontvangen een bijzondere klant …
An einem trübgrauen Montagvormittag klingelten zaghaft die Glöckchen, und ein alter Herr betrat die Trafik. Er war nicht besonders groß und ziemlich schmächtig, eigentlich sogar dürr. Obwohl Hut und Anzug tadellos saßen, wirkten sie wie aus irgendwelchen alten Zeiten herübergerettet. Seine rechte Hand war von einem bläulichen Aderngeflecht überzogen und umklammerte den Knauf eines Gehstocks, während sich die Linke kurz zu einem flüchtigen Gruß hob, bevor sie wieder in einer der Jackettaschen verschwand. Sein Rücken war leicht gekrümmt, der Kopf vorgereckt. Sein weißer Bart war akkurat gestutzt, und er trug eine runde, schwarzgerahmte Brille, hinter deren Gläsern die glänzend braunen Augen in beständiger Wachsamkeit herumhuschten. Das wirklich Außergewöhnliche an der Erscheinung des Alten aber war die Wirkung, die sie auf Otto Trsjnek ausübte. Sofort nach dessen Eintreten nämlich war er aufgestanden und hatte versucht, sich, ohne Krücken und mit einer Hand auf die Theke gestützt, möglichst aufrecht und gerade zu halten. Ein einziger kurzer Seitenblick hatte auch Franz zum Aufspringen bewegt, und so standen sie beide nun da und bildeten ein steifes Empfangskomitee für diesen dürren, alten Herrn. „Guten Morgen, Herr Professor!“ sagte Otto Trsnjek und ruckelte unauffällig sein Bein zurecht. „Virginias1), wie immer?“ […] „Ja“, sagte der Alte mit einem kurzen Nicken, während er seinen Hut vom Kopf nahm und ihn bedächtig vor sich auf die Theke legte. „Zwanzig Stück. Und die Neue Freie Presse, bitte.“ Er sprach langsam und so leise, dass er nur schwer zu verstehen war. Dabei öffnete er kaum den Mund. Es war, als ob er jedes einzelne Wort nur unter erheblicher Anstrengung durch die Zähne gepresst bekäme. „Selbstverständlich, Herr Professor!“, sagte Otto Trsnjek und nickte seinem Lehrling zu. Franz nahm eine Zwanziger-Kiste Virginias und die Zeitung aus den Regalen und legte sie auf die Theke, um sie in Packpapier zu wickeln. Er spürte den Blick des Alten auf sich gerichtet, der jede seiner Bewegungen genau zu verfolgen schien. „Der da ist übrigens der Franzl“, erklärte Otto Trsnjek. „Kommt aus dem Salzkammergut und hat noch viel zu lernen.“ Der Alte reckte seinen Kopf noch ein Stückchen weiter vor. Aus den Augenwinkeln konnte Franz erkennen, wie sich seine Hautfalten, dünn wie Seidenpapier, über den Rand des Hemdkragens legten. „Das Salzkammergut“, sagte er mit einer seltsamen Mundverzerrung, die wahrscheinlich ein Lächeln darstellen sollte. „Sehr schön.“
VW-1004-a-b „Vom Attersee!“, nickte Franz. Und aus irgendwelchen Gründen war er zum ersten Mal in seinem Leben stolz auf dieses komische Regenloch namens Heimat. „Sehr schön“, wiederholte der Professor. Dann legte er ein paar Münzen auf die Theke, nahm das fertige Paket unter den Arm und wandte sich zum Gehen. Mit einem Schritt war Franz an der Tür, um sie zu öffnen. Der Alte nickte ihm zu und trat hinaus auf die Straße, wo ihm sofort der Wind den Bart zerzupfte. Er riecht seltsam, dieser alte Herr, dachte Franz, nach Seife, nach Zwiebeln, nach Zigarren und interessanterweise irgendwie auch ein bisschen nach Sägespänen. „Wer war denn das?“, fragte er, nachdem er die Tür zugedrückt hatte. Fast mit Gewalt musste er sich aufrichten, um die etwas gebückte Haltung, die er unwillkürlich eingenommen hatte, wieder aufzulösen. „Das war Professor Sigmund Freud“, sagte Otto Trsnjek und ließ sich mit einem Ächzen zurück in seinen Sessel sinken. „Der Deppendoktor2)?“, entfuhr es Franz mit einem kleinen Erschrecken in der Stimme. Natürlich hatte er schon von Sigmund Freud gehört. Der Ruf des Professors war ja mittlerweile nicht nur an die entlegensten Flecken der Erde, sondern sogar bis ins Salzkammergut gelangt und hatte dort die meist eher dumpfen Fantasien der Einheimischen angeregt. Von allerhand unheimlichen Trieben war die Rede, von ordinären Witzen, wölfisch heulenden Patientinnen und ausufernden Entblößungen in privater Sprechstunde. „Genau der“, antwortete Otto Trsnjek. „Aber der kann noch viel mehr, als reichen Deppen ihre Schädel gerade richten.“ „Was denn?“ „Angeblich kann er den Leuten beibringen, wie ein ordentliches Leben auszuschauen hat. Nicht allen natürlich, sondern nur denen, die sich sein Honorar leisten können. Man erzählt sich, eine Stunde in seiner Ordination kostet so viel wie ein halbes Schrebergartengrundstück. Das kann aber auch ein bisserl übertrieben sein. Jedenfalls behandelt er die Leute, ohne sie anzurühren wie die anderen Doktoren. Wobei: Irgendwie rührt er sie schon an, nur eben nicht mit den Händen.“ „Mit was denn sonst?“ „Was weiß ich!“, langsam wurde Otto Trsnjek ungeduldig. „Mit den Gedanken oder mit dem Geist oder mit sonst irgendeinem Blödsinn. Jedenfalls scheint es zu funktionieren, und das ist die Hauptsache. So, jetzt lies deine Zeitungen und lass mich in Frieden.“
noot 1 Virginia: sigarenmerk noot 2 Deppendoktor: (spottende) benaming voor psychiater Sigmund Freud. (Depp = idioot)
VW-1004-a-b
Vraag 2 4 punten
Geef van elk van de onderstaande beweringen aan of deze wel of niet overeenkomt met het fragment.
1 De klant maakt door zijn baard en kleding een slonzige indruk.
2 De klant heeft de winkel van Otto vaker bezocht.
3 De klant wekt de indruk moeite met praten te hebben.
4 De klant heeft een aandachtige blik.
5 Franz verlangt al geruime tijd terug naar zijn geboortestreek.
6 Freud is ten tijde van het fragment al tot ver buiten Wenen bekend.
7 Een behandeling door Freud is prijzig volgens Otto.
8 Otto raakt geïrriteerd door de vragenstellerij van Franz. Noteer achter elk nummer op het antwoordblad ‘wel’ of ‘niet’.
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- 1 niet 2 wel 3 wel 4 wel 5 niet 6 wel 7 wel 8 wel indien acht correct (4) indien zeven correct (3) indien zes correct (2) indien vijf correct (1) indien minder dan vijf correct (0) (4)
Tekst 3 Sind Sammler glücklichere Menschen?
Sind Sammler glücklichere Menschen?
(1) Meist fängt die Sammelleidenschaft ganz harmlos an. Wie bei den Bergers aus Frankfurt. Urlaub in der Schweiz: Sonne, wandern und als Attraktion der Almabtrieb. Die Prozession der prächtig geschmückten Tiere zog durch den Ort, und die Familie folgte ihnen mit anderen Schau-
5 lustigen. Als im Schaufenster des „Handwerksstübli“ der Zug der Kühe im Kleinformat aufgereiht war, konnten sie nicht widerstehen. Die Beute: ein Hundehalsband aus Leder mit Kühen aus Metall und drei hübsche holz- geschnitzte Kühe mit Glocken um den Hals. Dabei blieb es nicht: Schnell kamen zu Hause weitere Kühe hinzu. Doch die Bergers konnten kaum
10 etwas dafür, denn das Sammeln ist seit Urgedenken höchst menschlich.
(2) Am Anfang der Menschheitsgeschichte wurde vor allem Nahrung angehäuft, um das Überleben der eigenen Sippe zu sichern. Doch schon die Neandertaler waren Sammler, die nicht nur für ihr tägliches Mahl Tiere erjagten und Beeren, Kräuter und Pilze in ihre Höhlen schleppten, son-
15 dern auch besondere Materialien aus der Natur zu schätzen wussten, wie Bernstein, Korallen und Muschelschalen. (3) In der Spätrenaissance und in der Barockzeit entstanden als Vorläufer der heutigen Museen die Wunderkammern oder Kuriositätenkabinette mit ihren Schätzen. Bald genügte es den Bürgern nicht mehr, die wundersa-
20 men Gegenstände hinter Glas zu bestaunen; sie wollten ebenfalls beson- dere Exponate aufspüren, besitzen und in ihren eigenen vier Wänden ausstellen. Damit begann das Kulturphänomen des Sammelns, das als systematische Suche, Beschaffung und Aufbewahrung von Dingen definiert wird.
25 (4) Jeder Sammlung wohnt ein Zauber inne. Alte und kuriose Dinge können so aus ihrer früheren Bedeutungslosigkeit gerettet und
- ausgestattet mit neuer Aura
- in Gegenstände musealer Betrachtung
VW-1004-a-b verwandelt werden. Sammellust fördert nicht nur soziale Kontakte, sondern kann Glücksgefühle auslösen. Auch langfristig besitzen Sammler
30 größere Lebenszufriedenheit und neigen weniger zu Depressionen.
(5) Durch Sammlungen werden Wohnräume Teil der eigenen Persön- lichkeit
- man verwandelt sie sich an. Dabei spielen ästhetische Gesichts- punkte ebenso eine Rolle wie die Motive eines Sammlers, seine Auswahl- kriterien, sein Fachwissen und seine Erkenntnisse. Bei kostbaren privaten
35 Kunstsammlungen zählen oft neben der Geldanlage und der Freude an den schönen Objekten auch Werte, die nach außen vermittelt werden sollen, wie sozialer Status und Prestige. Um die Begehrlichkeit einer Rarität zu steigern, werden beliebte Sammelobjekte manchmal sogar bei der Produktion absichtlich verknappt.
40 (6) Wenn aus einer Passion eine Obsession wird, kann das Hobby zur zwanghaften Sucht ausufern. Müssen schon Statiker bemüht werden, um die Standfestigkeit von Decken und Böden zu überprüfen, oder müllen die gehorteten Schätze Abstellräume, Garagen und Flure zu, ist 8 geboten. Dann entwickelt sich leicht ein Syndrom, das mit einem völligen
45 Rückzug aus der Gesellschaft einhergeht.
naar: www.faz.net, 01.11.2018
Vraag 3 1 punt
Welche Aussage über die Bergers ist dem 1. Absatz nach richtig?
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Antwoord: B
Vraag 4 1 punt
Wie schließt der 2. Absatz an den letzten Satz des 1. Absatzes an?
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Antwoord: B
Vraag 5 2 punten
Geef van elk van de onderstaande beweringen aan of deze wel of niet overeenkomt met alinea 3.
1 Het tentoonstellen van verzamelingen voor het publiek vindt zijn oorsprong in de late renaissance en barok.
2 De burgerij kwam in opstand tegen de wijze waarop de elite verzamelingen tentoonstelde.
3 De verzameldrift van de burgerij was mateloos. Noteer achter elk nummer op het antwoordblad ‘wel’ of ‘niet’.
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- 1 wel 2 niet 3 niet indien drie correct (2) indien twee correct (1) indien minder dan twee correct (0) (2)
Vraag 6 1 punt
Welcher Titel passt zum 4. Absatz?
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Antwoord: C
Vraag 7 1 punt
Welche Funktion erfüllt der 5. Absatz?
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Antwoord: A
Vraag 8 1 punt
Welche Ergänzung passt in die Lücke in Zeile 43?
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Antwoord: D
Tekst 4 Individualistenplage
Individualistenplage (1) Wenn das Frühjahr naht, reifen die Reisepläne: Wie wäre es mit Karneval in Venedig, Mandelblüte auf Mallorca oder Ostern in Florenz? Klingt verlockend für Urlauber, nicht aber für Einheimische. Viele emp- finden die Beliebtheit ihrer Heimat als Heimsuchung. Das liegt nicht nur
5 an der ökologischen Belastung durch Abgase, Flächenfraß oder ver- schwendete Ressourcen. Der Besucherandrang selbst löst Unbehagen aus. Die bloße Anwesenheit von immer größeren Touristenmassen ist an vielen Orten 9 geworden
- auch für die Touristen selbst.
(2) Denn wo Millionen Urlauber Strände und Städte bevölkern, sodass
10 einer kaum mehr einen Schritt machen kann, ohne dem anderen auf die Flip-Flops zu steigen, fühlen sich weder Gäste noch Gastgeber wohl. Dabei geht es weniger um Benimmfragen wie den Umgang mit Betrunkenen oder Kirchenbesucherinnen im Bikini, sondern um tief greifende soziale Erschütterungen: Souvenirshops ersetzen Gemüse-
15 läden, Preise in Cafés steigen, die Mieten ziehen an. Am Ende können sich die Einheimischen das Leben in der eigenen Stadt nicht mehr leisten. Diese Touristifizierung von ganzen Vierteln erleben Bürger in Venedig, Palma und Barcelona, aber auch in Passau und Berlin. (3) Dass sich sehr wohl etwas gegen den Ausverkauf der Städte unter-
20 nehmen lässt, macht nun Amsterdam vor. Dort dürfen keine reinen Touristenläden mehr in der Innenstadt eröffnen. Kreuzfahrtschiffe und Touristenbusse wurden aus der City verbannt, und die Möglichkeiten, private Wohnungen übers Internet als Ferienapartment anzubieten, eingeschränkt. Solch harte Maßnahmen sind geboten in einer Stadt, die
25 am eigenen touristischen Erfolg zu ersticken droht.
(4) In Amsterdam wie in anderen beliebten Metropolen sind die Haupt- verursacher der Misere Kreuzfahrer und Urlauber, die ihre Unterkunft über private Wohnungsvermittlungen im Internet buchen. Die Schiffspassagiere verstopfen bei Landgängen die Orte, ohne den Einheimischen Geld zu
30 bringen. Und die angeblichen Individualisten, die für kurze Zeit in Privat- wohnungen einziehen, summieren sich allein in Berlin zu einer Masse von rund einer Million Touristen. Sie machen das kaputt, was sie eigentlich zu erfahren suchen: das authentische Leben im Kiez. Der oft belächelte Pauschaltourist in einer Hotelburg am Strand ist harmlos dagegen.
35 (5) Die Neugier auf Land und Leute gilt als Tugend des Urlaubers
- aber als angenehm wird der Besuch vom Gastgeber nur empfunden, wenn der Gast nicht dauerhaft den Alltag stört. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Die Nachfrage nach Kurzurlauben und Kreuzfahrten steigt, der Tourismus weltweit nimmt aufgrund des wachsenden Wohlstands in Asien
40 und Südamerika zu, und wegen der unsicheren politischen Lage in Nordafrika und der Türkei konzentriert sich das Problem am westlichen Mittelmeer. (6) Immer mehr Einheimische wehren sich gegen den Massenandrang vor ihrer Haustür. Bürgerinitiativen in Palma, Menschenketten am Strand von
45 Barcelona sind Notwehrmaßnahmen von Anwohnern, die sich von ihren Politikern im Stich gelassen fühlen. Denn Stadtverwaltungen und Regie- rungen verdienen über Gewerbesteuern, Touristenabgaben, Schiffsanlege-Gebühren prächtig mit an der Invasion der Urlauber. So schafft der Tourismus Tatsachen, bevor rechtliche und politische
50 Rahmenbedingungen dafür ausgehandelt wurden.
(7) Möglichkeiten zum Schutz der Einheimischen gäbe es durchaus. Man kann der Gewerbefreiheit Grenzen setzen wie in Amsterdam oder beim Kampf der Berliner Bezirksparlamente gegen Kneipen-Monokulturen. Weitere sinnvolle Maßnahmen sind Baustopps für Hotels, Bebauungs-
55 pläne mit tourismusfreien Zonen, die Kontingentierung von Besucher- zahlen in Naturräumen oder weniger Kreuzfahrtschiffe. Scharf sank- tionierte Regelungen zur Zweckentfremdung privaten Wohnraums als Feriendomizil dienen dem Gemeinwohl. Das alles ist dringend notwendig. Denn wie jede Industrie treibt auch die Reiseindustrie der Wunsch nach
60 Wachstum an, und es ist nicht zu erwarten, dass sich die Branche selbst freiwillig Grenzen auferlegt. (8) Es ist an der Zeit, die Einheimischen in demokratische Prozesse einzubeziehen bei der Frage, wie der Tourismus in ihrer Stadt aussehen soll. Denn ein Urlaub, der den Grund für den Urlaub
- nämlich die Kultur
65 und Schönheit eines Ortes
- zerstört, ist widersinnig.
naar: Süddeutsche Zeitung, 06.02.2018
Vraag 9 1 punt
Welche Ergänzung passt in die Lücke in Zeile 8?
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Antwoord: B
Vraag 10 1 punt
Was ist der Kern des 2. Absatzes?
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Antwoord: C
Vraag 11 1 punt
Warum führt der Verfasser das Beispiel Amsterdams an? (3. Absatz)
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Antwoord: D
Vraag 12 2 punten
Noem de twee typen toeristen die volgens de auteur de grootste problemen veroorzaken in grote toeristensteden. (alinea 4)
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Opmerking Niet goed rekenen: individualisten.
Vraag 13 1 punt
Wie verhält sich dieser Satz zum vorhergehenden Satz? Er bildet dazu eine
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Antwoord: B
Vraag 14 1 punt
Was geht aus dem 6. Absatz hervor?
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Antwoord: A
Vraag 15 1 punt
Von wem erwartet der Verfasser jetzt problemlösende Antworten? (7. Absatz)
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Antwoord: A
Vraag 16 1 punt
Wie äußert sich der Verfasser im 8. Absatz?
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Antwoord: A
Tekst 5 Neuer Kleber
Neuer Kleber Chinesische Wissenschaftler haben einen neuen Wundkleber entwickelt
Ärzte nutzen aktuell zur Behandlung von Wunden an inneren Organen hauptsächlich herkömmliche Fäden, Drähte und Klammern, deren Anwendungen zum Beispiel bei der Lunge und am Herzen sehr problematisch ist, da diese Organe sich stetig bewegen. In vielen Fällen sorgt die Kontraktion der Organe dafür, dass sich die Wundverschlüsse vor der endgültigen Heilung von selbst wieder lösen. Wissenschaftler suchen aus diesem Grund seit langem nach neuen Materialien, um auch diese Wunden besser versorgen zu können. Chinesische Forscher haben nun einen Kleber vorgestellt, der in ersten Tierversuchen mit Schweinen bereits erfolgreich erprobt wurde. Die große Herausforderung bei der Entwicklung eines Wundklebers liegt darin, dass das Material schnell aushärten und trotz der feuchten Umgebung langfristig haften muss. In der Vergangenheit wurde bereits mit polymerbasierten Hydrogelen experimentiert, die auf den nassen Gewebe- oberflächen zwar gut haften, aber zu langsam aushärten und nicht flexibel genug sind, um sich den Bewegungen anzupassen. Außerdem sind sie teilweise auch noch giftig für den Menschen. Das Forscherteam hat sich bei der Entwicklung ihres Wundklebers aus diesem Grund die extrazelluläre Matrix, einen Gewebetyp, der im menschlichen Körper ohnehin vorkommt, als Vorbild genommen.
naar: www.forschung-und-wissen.de, 15.05.2019
VW-1004-a-b
Vraag 17 3 punten
Aan welke vier eisen moest de nieuwe wondlijm voldoen volgens de ontwikkelaars?
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- Een goed antwoord bevat in de kern de volgende elementen: − snel uitharden/drogen − (langdurig) blijven plakken (in een vochtige omgeving/in het lichaam/op organen) / niet loslaten (voordat de wond dicht is) − flexibel zijn/meebewegen met organen − niet giftig zijn indien vier correct (3) indien drie correct (2) indien twee correct (1) indien minder dan twee correct (0) (3)
Tekst 6 Sollen die Deutschen in der EU mehr Einfluss
Leser diskutieren über:
Sollen die Deutschen in der EU mehr Einfluss bekommen?
(1) Nicht die Deutschen sollen in der EU mehr Einfluss bekommen, sondern die EU weniger. Und die Deutschen sollen sich mehr um ihre politischen nationalen Interessen kümmern und dafür weniger um die gut bezahlten Posten in der EU. Gerhard S. (2) Die deutsche Leisetreterei in der EU zahlt sich für uns nicht aus. Großbritannien hat sich in den über 40 Jahren seiner Mitgliedschaft nie gescheut, eigene politische und wirtschaftliche Interessen in der EU durchzusetzen. Frankreich würde ebenfalls nicht zögern, die EU für die eigene nationale Entwicklung zu nutzen. Als Gründungsland der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft müsste es für unsere Regierung eine Selbstverständlichkeit sein, den Vorsitz der EU-Kommission zu beanspruchen. Horst G. (3) Abgesehen davon, dass wir erst einmal die eigenen Hausaufgaben in unserem gespaltenen Land erledigen und uns neu sortieren müssen, ist es den anderen Mitgliedsstaaten weder zumutbar noch in irgendeiner Form vermittelbar, dass gerade diejenigen, die hauptverantwortlich für das entstandene Chaos in der EU sind, jetzt auch noch eine stärkere Rolle übernehmen sollten. Wir sollten uns eher zurückhalten und mehr auf die anderen Mitgliedsstaaten hören. Jürgen S.
naar: Focus, 04.05.2019
Vraag 18 2 punten
Geef aan welke titel (a tot en met e) bij welke lezersreactie (1 tot en met 3) past. a Diktatur der Schwachen b Falscher Ausgangspunkt c Mehr Demut d Mehr Selbstbewusstsein e Hauptsache, zahlen Noteer achter elk nummer op het antwoordblad de bijbehorende letter. Let op: titels mogen maar één keer worden gebruikt en er blijven twee titels over.
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- 1 b 2 d 3 c indien drie correct (2) indien twee correct (1) indien minder dan twee correct (0) (2)
Tekst 7 Alle Männer sind schlechte Journalisten
Alle Männer sind schlechte Journalisten
(1) Ich will hier niemanden diskriminieren. Wirklich nicht. Es gibt genug Sexismus auf dieser Welt, ohne dass ich dazu beitrage. Aber es gibt auch biologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Und die führen eben dazu, dass Männer schlechte Journalisten sind. Ich kann nichts
5 dafür. Ich kann es nur belegen. (2) In den letzten Tagen haben sich viele Menschen über das Manifest eines Google-Mitarbeiters aufgeregt. In seinem zehnseitigen Text legt der Software-Entwickler dar, warum alle seine Kolleginnen grundsätzlich nicht gut genug für ihren Job seien. Frauen, führt der Autor aus, erfüllten die
10 biologischen Voraussetzungen für Software-Entwicklung nicht. (3) Man stelle sie nur aus politischen Motiven ein. Ich kann ihn so gut verstehen. Endlich sagt es mal einer. Im Journalismus haben wir das gleiche Problem, nur umgekehrt. Doch wird dieser Mann gefeiert für seine Courage, die Wahrheit öffentlich zu machen? Nein, er wird kritisiert.
15 Medien berichten weltweit. Google hat ihn entlassen. Kollegen werfen ihm vor, das Arbeitsklima zu vergiften und seinen Job selbst nicht verstanden zu haben: Sämtliche Eigenschaften, die er abfällig als „weiblich“ einord- net, seien Kernkompetenzen in der Software-Branche. (4) Mut macht mir, dass der ehemalige Angestellte auch Zuspruch
20 bekommt. Nach Bekanntwerden seiner Entlassung bekam er Jobangebote, unter anderem von Wikileaks, dessen Chef Julian Assange das Verhalten von Google anprangerte: Zensur sei was für Verlierer. (5) Im Gegensatz zu Google, dem erfolgreichsten Internet-Unternehmen aller Zeiten, ist mein Arbeitgeber kein Verlierer. Ich darf die Wahrheit
25 schreiben. Auch wenn die Wahrheit, dass Männer schlechtere Journa- listen sind, einigen wehtun dürfte. Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Männer haben längere Beine, einen kürzeren Rumpf und schmalere Hüf- ten als Frauen. Deshalb können sie nicht so gut sitzen. Und Journalisten sitzen viel.
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30 (6) Während sie sitzen, arbeiten Journalisten meist kommunikativ, denn Journalismus ist Kommunikation. Man braucht 23 . Doch Männer können nicht so gut mit Sprache umgehen wie Frauen. Dazu gibt es Studien: Frauen benutzen eher Worte
- Männer ihren Körper. Tut mir leid, lieber Kollege am Schreibtisch gegenüber: Vielleicht kannst du ja noch
35 umsteigen. Auf Bauarbeiter, Klempner oder Stripper oder irgendwas mit Software. (7) Jedenfalls sollte es ein Beruf sein, in dem man nicht ganze Tage damit verbringt, anderen zuzuhören, denn das können Männer auch nicht. Frauen haben dort, wo 24 , elf Prozent mehr Hirnmasse. Das macht
40 sich bemerkbar. Im Journalismus hört man dauernd irgendwem zu: Politikern, Unternehmern, Wissenschaftlern, Juristen, Lehrern
- die Liste ist lang. (8) Hinzu kommt noch, dass Männer sich Studien zufolge eher für Dinge interessieren als für Menschen. Sie hören also nicht nur schlechter zu, sie
45 sind ganz allgemein asozialer. Männer verschrecken ihre Gesprächspartner, weil sie größer und kräftiger sind als Frauen. Ihre Interviews laufen schlechter, auch am Telefon, denn Männer haben tiefere Stimmen, und tiefe Stimmen - auch dazu gibt es Studien - signalisieren Dominanz, und die wiederum schüchtert ein.
50 (9) Weil Männer auch größere Hände haben und dickere Finger, vertippen sie sich häufiger. Das Korrigieren kostet Zeit. Deshalb können meine Kollegen niemals so schnell arbeiten wie ich. (Aber bewertet wird, was wir gemeinsam schaffen, das finde ich unfair.) Männer sind zehn Prozent häufiger farbenblind, auch das beeinträchtigt die Arbeit. Zum Beispiel bei
55 der Fotoauswahl oder bei der Berichterstattung über rot-grüne Koalitionen. Männer machen dauernd Fehler. (10) Dabei ist Sorgfalt eigentlich ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Doch Männer sind wegen ihres Testosterons impulsiv und tendenziell unvorsichtig. Sie handeln unüberlegter als Frauen, und so passieren
60 Fehler, die die Kolleginnen dann ausbaden dürfen. Ein Mann reicht, um ein halbes Ressort aufzuhalten. (11) Doch Männer wegzuschicken, nach draußen, auf Termine, das bringt auch nichts. Anders als bei Frauen ist bei ihnen der Zeigefinger kürzer als der Ringfinger. Damit sind sie immer im Nachteil, wenn sie sich auf
65 Pressekonferenzen melden. (12) All das meine ich wirklich nicht böse. Ich habe nichts gegen Männer. Das alles hier sind einfach biologische, nach bestem Wissen und Gewissen ausgesuchte Fakten. Fühlt euch also bitte nicht angegriffen, liebe Kollegen. Ihr seid schlecht in eurem Job, den ihr nur habt, weil ihr
70 politisch und gesellschaftlich bevorzugt werdet. Aber ich verzeihe euch. Wir wollen doch weiterhin gut zusammenarbeiten.
naar: Die Welt, 11.08.2017
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Vraag 19 1 punt
Wie äußert sich die Verfasserin im 1. Absatz?
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Antwoord: C
Vraag 20 1 punt
Was ist mit „es“ gemeint?
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Antwoord: B
Vraag 21 1 punt
Welches Wort bezieht sich nicht auf den „Google-Mitarbeiter“ (Zeile 7)?
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Antwoord: D
Vraag 22 1 punt
Wie verhält sich dieser Satz zum vorangehenden Satz?
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Antwoord: B
Vraag 23 1 punt
Welche Ergänzung passt in die Lücke in Zeile 31?
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Antwoord: C
Vraag 24 1 punt
Welche Ergänzung passt in die Lücke in Zeile 39?
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Antwoord: D
Vraag 25 2 punten
Geef van elk van de onderstaande beweringen aan of deze wel of niet overeenkomt met de regels 43-65.
1 Ferm taalgebruik van mannelijke journalisten heeft een intimiderende werking op hun gesprekspartner.
2 De auteur heeft kritiek op het feit dat op het werk teamprestaties tellen in plaats van haar persoonlijke prestaties.
3 Doordat mannelijke journalisten slordiger werken, moeten hun vrouwelijke collega’s meer werk verzetten.
4 Redacties geven er geregeld de voorkeur aan om mannelijke journalisten op locatie te laten werken. Noteer achter elk nummer op het antwoordblad ‘wel’ of ‘niet’.
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- 1 niet 2 wel 3 wel 4 niet indien vier correct (2) indien drie correct (1) indien minder dan drie correct (0) (2)
Vraag 26 1 punt
Welcher Schluss lässt sich aus dem 12. Absatz ziehen?
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Antwoord: C
Vraag 27 1 punt
Wähle die richtige Ergänzung: Der Ton des gesamten Textes lässt sich charakterisieren als
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Antwoord: B
Tekst 8 Das verlorene Gefühl
Das verlorene Gefühl (1) Bei dem Geburtstag einer Tante kam ich kürzlich als Knappvordreißig- jähriger in den Genuss eines Phänomens, das eigentlich Großvätern vorbehalten ist: Ich konnte 28 , als alles anders war. Meine Zuhörer- schaft bestand aus drei pubertierenden Neffen, die mir nur aufgrund eines
5 mütterlichen Smartphone-am-Tisch-Verbots lauschten. Und so erzählte ich von meiner Kindheit in den Neunzigern, in der man nicht nur an Geburtstagsfeiern, sondern eigentlich nie mobil erreichbar war. Und das nicht aufgrund von Funklöchern oder leeren Akkus, sondern weil man kein Handy hatte.
10 (2) Das mir entgegenschlagende Unverständnis der Neffen großväterlich ignorierend berichtete ich weiter von meinem ersten Rechner, mit dem man im damaligen Internet eher paddelnd als surfend unterwegs war. Aber nur, wenn Mama nicht gleichzeitig telefonierte. Für einen DVD- Abend eine halbe Stunde mit dem Bus zur Videothek hin und zurück: kein
15 Problem damals. Heute fühlt es sich nach Abenteuer an, das Haus mit
12 Prozent Smartphone-Akku zu verlassen. Braucht Netflix 25 Sekunden zum Buffern, ist man stinksauer. Die Neffen und ich waren uns einig: eine vollkommen andere Welt. (3) Und in dieser Welt geht uns zunehmend ein Gefühl verloren, das so
20 gar nicht mehr zu blinkenden Apps, Binge-Watching und Whatsapp- Gruppen passt. Das Gefühl der Langeweile. Wenn damals der Bus nicht kam, habe ich mich gelangweilt. Warten beim Arzt: Langeweile. Ein verregneter Sonntag: Langeweile. (4) Langeweile ist ein extrem wichtiges, aber ungeliebtes Gefühl für unser
25 Hirn. Das wissen die Wenigsten. Und so konnten Forscher in einem Experiment zeigen, dass wir mittlerweile bereit sind, alles zu tun, um Langeweile zu vermeiden. Der Ablauf des Experiments ging in etwa so: Studentische Teilnehmer wurden von einem Wissenschaftler empfangen und unterschrieben einen Stapel Papiere.
30 (5) Dann begann Teil 1: Die Studenten bekamen mit einem Stromschock- gerät extrem unangenehme elektrische Schläge verpasst. So unan- genehm, dass die meisten nach kürzester Zeit bereit waren, Geld zu bezahlen, um keine weiteren Schläge zu bekommen. Im Anschluss wurden die Studenten nach Hause geschickt und aufgefordert, eine
35 Woche später für Teil 2 zu erscheinen
- mit dem Versprechen, dass ihnen nichts mehr geschehen werde. (6) So bat der Wissenschaftler die Studenten nach ihrer Rückkehr nur, sich in einen Raum zu setzen. Dort sollten sie für 15 Minuten nichts tun, außer sich zu langweilen. Kein Handy, kein Netflix, nichts. Tatsächlich war
40 der Raum doch nicht vollkommen leer. Auf dem Tisch lag das bereits bekannte Stromschockgerät. Und jetzt passierte etwas Verblüffendes. 30 Prozent der Frauen und über 60 Prozent der Männer gaben sich in den 15
Minuten selbst die verhassten Schocks mit dem Gerät. Ein Mann brachte es auf unglaubliche 192 selbst erteilte Stromschocks.
45 (7) Die Interpretation der Forscher fiel eindeutig aus: Menschen sind bereit, alles zu tun, um Langeweile zu vermeiden. Warum das nicht gut ist, zeigen weitere Studien. In Experimenten zwangen Wissenschaftler einen Teil ihrer Probanden durch die sterbenslangweilige Aufgabe, Nummern aus einem Telefonbuch vorzulesen. Im Anschluss zeigten diese
50 Probanden deutlich bessere Leistungen in einem kniffligen Kreativitäts- test, als solche, die sich nicht gelangweilt, oder sogar angestrengt hatten. (8) Obwohl unsere Hirnaktivität bei Langeweile nur minimal abnimmt, kommt es zu einem entscheidenden Prozess, den man in der Psychologie als Gedankenwandern bezeichnet. Wer sich langweilt, schafft Platz im
55 Kopf. Das bringt neue Ideen, weil die Gedanken sprichwörtlich in Hirnwindungen wandern, die sie sonst nie betreten hätten. (9) Langeweile hat noch eine weitere, ganz zentrale Funktion für unser Hirn. Das unangenehme Gefühl wirkt wie ein Kompass. Tue ich etwas, das mich nicht erfüllt, das mich nicht fordert, das mich nicht voranbringt,
60 signalisiert mein Kopf mir das über die Langeweile. Man merkt, dass man etwas ändern sollte und die gewählten Aktivitäten vermutlich nicht zum Ziel führen. So schafft Langeweile Klarheit. Ist, was ich tue, gut und richtig oder langweilt es mich? Fazit: Wer Langeweile nicht aufkommen lässt, sondern stets im Keim erstickt, untergräbt seine Kreativität und verliert
65 sein zentrales Korrektiv im Hirn. Damit ist Langeweile eines unserer wertvollsten Gefühle, auch wenn sie sich nicht so anfühlt. (10) In einer Zeit, in der das permanente Bombardement aus Reizen einen Keil zwischen uns und die Langeweile getrieben hat, macht es Sinn, aktiv auf die Suche nach ihr zu gehen. Wer, anders als meine Neffen,
70 keine Mutter hat, die Handyverbote ausspricht, sich aber Langeweile wieder beibringen möchte, muss trainieren. Ich habe kein Telefonbuch zu Hause, aber das eine oder andere langweilige Buch. Die „Bs“ oder auch „Fs“ je Seite zu zählen, fühlte sich für mich schon nach wenigen Minuten unangenehm eintönig an. Ich habe stumpf weiter gezählt. Vielleicht war
75 es nur eine Einbildung, aber etwa ab dem hundertsten „B“ hatte ich das schöne Gefühl, meine Gedanken würden mit dem Wandern anfangen.
naar: www.stern.de, 01.02.2018
VW-1004-a-b
Vraag 28 1 punt
Welche Ergänzung passt in die Lücke in Zeile 3?
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Antwoord: D
Vraag 29 1 punt
Wat wil de auteur hiermee tot uitdrukking brengen?
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Opmerkingen
- Als de kandidaat in plaats van ‘traag’ antwoordt met ‘slecht’ is dat acceptabel.
- Acceptabel zijn antwoorden als ‘Het ging allemaal erg langzaam’.
Vraag 30 1 punt
Welche Funktion erfüllt der 3. Absatz?
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Antwoord: A
Vraag 31 3 punten
Geef van elk van de onderstaande beweringen aan of deze wel of niet overeenkomt met de regels 24-44.
1 Het is algemeen bekend dat verveling belangrijk is voor je geestelijke gesteldheid.
2 Het lezen en ondertekenen van een reeks documenten was een eerste test om te achterhalen hoe snel de proefpersonen verveeld raakten.
3 Sommige proefpersonen ontvingen financiële compensatie voor het onaangename eerste deel van het experiment.
4 Opdracht aan de proefpersonen in het tweede deel van het experiment was om zich een kwartier lang te vervelen.
5 In het tweede deel van het experiment deelden proefpersonen elektrische shocks uit aan elkaar.
6 Relatief meer mannelijke dan vrouwelijke proefpersonen waren geneigd hun verveling te doorbreken. Noteer achter elk nummer op het antwoordblad ‘wel’ of ‘niet’.
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- 1 niet 2 niet 3 niet 4 wel 5 niet 6 wel indien zes correct (3) indien vijf correct (2) indien vier correct (1) indien minder dan vier correct (0) (3)
Vraag 32 1 punt
Was geht aus den Absätzen 7 und 8 hervor?
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Antwoord: D
Vraag 33 1 punt
Wozu dient dieses Korrektiv dem 9. Absatz nach?
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Antwoord: B
Vraag 34 1 punt
Mit welcher der folgenden Aussagen hat der Verfasser Ähnliches gemeint?
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Antwoord: B
Vraag 35 1 punt
Wieso erwähnt der Verfasser das hier? Er will deutlich machen, dass
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Antwoord: B
Tekst 9 Vom Ende der Einsamkeit
Vom Ende der Einsamkeit Benedict Wells. Diogenes-Verlag, 368 S., 22€
Benedict Wells’ neuer Bestseller erzählt von Schlägen, die das Schicksal austeilt
(1) Ein Autounfall, der drei Kinder als Waisen zurücklässt. Ein verschwundenes Mädchen. Alzheimer. Unfruchtbarkeit. Eine junge Mutter, die an Leukämie stirbt. Dann noch: unerfüllte Liebe, Drogen- abstürze, Künstlerkrisen. Im Schnelldurchlauf erscheint Benedict
5 Wells’ neuer Roman wie der Versuch, eine kleine Gruppe unschul- diger Protagonisten mit allem Leid der Welt zu überhäufen. Müssen wir uns da noch darüber wundern, dass lch-Erzähler Jules in Fan- tasiewelten flüchtet und fragt, ob diese nicht am Ende genau so wahr sind wie die Realität?
10 (2) Um Jules Moreau, seinen Bruder Marty und seine Schwester Liz kreist dieses schicksalssatte Werk, das mit Jules’ Motorradunfall beginnt und vom Krankenbett aus als Rückschau erzählt wird, vom frühen Tod der Eltern über die Kindheit und Jugend im Internat bis zum Kern der Geschichte, Jules’ unerfüllter, deshalb nur umso grö-
15 ßeren Liebe zu Alva: „Nie den Mut gehabt, sie zu gewinnen, immer nur die Angst, sie zu verlieren.“ (3) Benedict Wells scheut nicht vor großen Gefühlen zurück. Mal ist er tollkühn wie John Irving, dann voll glitzernder Melancholie wie F. Scott Fitzgerald, um nur zwei spürbare Vorbilder zu nennen. Auch
20 Truffauts filmische Dreiecksgeschichte „Jules und Jim“ mit Jeanne Moreau stand Pate
- Wells hat auch keine Angst vor großen Vor- bildern.
(4) 1984 in München geboren, zog er nach dem Abitur nach Berlin, schlug sich mit Jobs durch, um schreiben zu können. Und wurde
25 belohnt. Mit 23 Jahren war er der jüngste Debütant im Schweizer Diogenes-Verlag (2008 mit „Becks letzter Sommer“), seither stehen seine Werke auf den Bestsellerlisten. Neben denen seiner Verwandten, Schwester Ariadne von Schirach („Der Tanz um die Lust“) und Cousin Ferdinand von Schirach („Verbrechen“, „Schuld“).
30 Seinen Nachnamen aber hat Benedict Wells früh ändern lassen, als Zeichen der Distanzierung: Großvater Baldur von Schirach war einst Reichsjugendführer des NS-Regimes. Biografische Gedankenspiele (5) Sich lossagen, das eigene Leben leben wollen: vor allem davon
35 handelt „Vom Ende der Einsamkeit“. Nur
- was ist das eigene Leben? Was wäre gewesen, hätte Jules nicht so früh die Eltern verloren und wäre Alvas Schwester nicht einst verschwunden? „Ich hätte wahrscheinlich eher nach einem sorglosen, draufgängerischen Mann gesucht, weniger nachdenklich“, sagt Alva in einem Moment
40 der Wahrheit. Zwar ist das Gedankenspiel nicht neu (erinnern wir uns etwa an Max Frischs Biografie-Spiel), doch legt Benedict Wells seine Fährten sehr geschickt, streut hier ein wenig Philosophie ein, verhandelt dort die Kunst des Geschichtenerzählens und vernach- lässigt darüber doch nie Figuren und Szenen. So dass man am
45 Ende wünschte, mehr als ein Lese-Leben zu haben.
naar: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 04.05.2016
VW-1004-a-b
Vraag 36 1 punt
Wie urteilt der Rezensent im 1. Absatz über den Ich-Erzähler Jules?
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Antwoord: C
Vraag 37 1 punt
Welcher Begriff trifft dem 3. Absatz nach auf Benedict Wells als Autor zu?
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Antwoord: A
Vraag 38 1 punt
Was geht aus dem 4. Absatz über Benedict Wells hervor?
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Antwoord: A
Vraag 39 1 punt
Was für ein Gedankenspiel ist hier gemeint?
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Antwoord: B
Vraag 40 1 punt
Wie beurteilt der Rezensent das Buch „Vom Ende der Einsamkeit“?
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Antwoord: A
Tekst 10 Ripper-Tatorte in Gefahr
Ripper-Tatorte in Gefahr Der Bau von Büroimmobilien in der City of London boomt
- und das wiederum bedroht im Finanzzentrum ein altehrwürdiges Geschäft: Jack-the-Ripper-Touren für Touristen. Die beliebten Stadtführungen auf den Spuren des Serienmörders, der seine Opfer im Jahr 1888 brutal entstellte und nie gefasst wurde, haben von Jahr zu Jahr ein größeres Problem. Steve Newman von der Tourismusfirma London Walks, der seit 20 Jahren an die Stätten des Grauens führt, sagt, es gebe bei diesen Touren immer weniger zu sehen. Rings um die Tatorte, wo früher noch finstere Gassen, kleine Parks und historische Gebäude vorgezeigt werden konnten, erheben sich nun brandneue Glasbauten. Die Bürogebäude begraben die grausig-gruselige Erinnerung an Jack the Ripper unter sich. „Vor zehn bis fünfzehn Jahren war hier noch eine gute Zeit für solche Führungen, jetzt muss man sich um die Vor- stellungskraft der Leute bemühen“, sagt Stadtführer Newman.
naar: Die Zeit, 09.08.2018
VW-1004-a-b 18 / 18 lees verdereinde ►►► ν
Vraag 41 1 punt
Waarop moeten gidsen van Jack the Ripper-rondleidingen een steeds groter beroep doen volgens de tekst?
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- De kern van een goed antwoord is: (op) het voorstellingsvermogen/de inbeelding/de fantasie/het inlevingsvermogen (van de deelnemers) (1)
Bron: College voor Toetsen en Examens, centraal examen vwo Duits 2021, tijdvak 3. Afbeeldingen en de exacte opmaak staan in het originele examen: https://www.examenblad.nl/2021/vwo/documenten/cse-3/vw-1004-a-21-3-o
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Veelgestelde vragen
Hoeveel vragen heeft het eindexamen Duits vwo 2021, tijdvak 3?
Het centraal examen Duits vwo 2021, tijdvak 3 telt 41 vragen. Alle vragen vallen onder lezen.
Wat zijn de antwoorden van het examen Duits vwo 2021, tijdvak 3?
Op deze pagina staat bij elke vraag het antwoord uit het officiële correctievoorschrift van het College voor Toetsen en Examens, met de punten per onderdeel. Bij meerkeuzevragen staat de juiste letter erbij.
Waar vind ik het correctievoorschrift van Duits vwo 2021, tijdvak 3?
Het correctievoorschrift staat op examenblad.nl, de site van het College voor Toetsen en Examens (https://www.examenblad.nl/2021/vwo/documenten/cse-3/vw-1004-a-21-3-c).
Hoe oefen ik met het examen Duits vwo 2021, tijdvak 3 en krijg ik feedback?
Vraag je docent om het examen als oefentoets klaar te zetten in ToetsChecker. Je maakt het op papier of online, en het AI-model kijkt het na volgens het correctievoorschrift, met feedback per vraag. Je docent geeft het resultaat daarna vrij.